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Zwei-Faktor-Authentifizierung

Neue EU-Richtlinie für Online-Zahlungen

Von Carsten Muerl · 2019

Der Handel steht vor großen Veränderungen bei der Abwicklung von Online-Zahlungen mit weitreichenden Konsequenzen für Verbraucher und Online-Händler innerhalb der EU. Unternehmen, die sich nicht rechtzeitig auf diese Neuerungen einstellen, drohen unnötige Kaufabbrüche und empfindliche Umsatzeinbußen.

Schnell und sicher per Fingerabdruck beim Online-Shopping authentifizieren

Ab dem 14. September verlangt die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 eine starke Authentifizierung (Strong Customer Authentication, SCA). Bis auf vom Gesetzgeber definierte Ausnahmen muss der Kartenherausgeber dann zum Schutz vor Missbrauch sicherstellen, dass zwei von drei Faktoren erfüllt werden: Besitz (Karte, Handy), Wissen (PIN) oder Inhärenz wie biometrische Eigenschaften (Fingerabdruck). Konkret muss also ein physischer Gegenstand wie das Smartphone mit einem Einmal-Passwort oder dem Fingerabdruck kombiniert werden, bevor die Zahlung erfolgen kann. 

Sicherheit durch EMV 3-D Secure

Für die bei vielen Kunden beliebte Kartenzahlungen im Internet gibt es als Variante der starken Kundenauthentifizierung seit vielen Jahren das sogenannte 3-D Secure-Verfahren, das Mastercard nun gemeinsam mit der Branchenvereinigung EMVCo optimiert hat. Das neue Sicherheitsprotokoll EMV 3-D Secure entspricht jetzt den neuen gesetzlichen Anforderungen der EU und ist gleichzeitig für den Verbraucher einfacher zu handhaben. Es ist sowohl für den Einsatz im Web als auch in Apps geeignet. Mit dem neuen Verfahren lassen sich Betrugsversuche minimieren und fälschlicherweise abgelehnte Zahlungen reduzieren. 

Biometrie vereinfacht Bezahlvorgang 

Nahezu alle Banken und Sparkassen, die eine Mastercard herausgeben, werden die neuen Verfahren inklusive Biometrie sukzessive bis September einführen. Mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung werden vor allem biometrische Verfahren an Bedeutung gewinnen. Viele nutzen schon jetzt den Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung, um ihr Smartphone zu entsperren. 86 Prozent der Bundesbürger sind offen, auch zur Authentifizierung beim Bezahlen den Fingerabdruck zu nutzen, wie eine aktuelle Befragung des Digitalverbands Bitkom zeigt. Insbesondere Einkäufe mit mobilen Endgeräten können  so sicher und bequem mit nur einem Klick abgeschlossen werden, ohne ein unhandliches Passwort oder eine PIN während des Bezahlvorgangs eingeben zu müssen.

Auf neue Standards einstellen 

Um die neuen Authentifizierungsschnittstellen nutzen zu können, sollten sich Händler frühzeitig mit ihrem Payment Service Provider in Verbindung setzen. Je früher sie mit der Umstellung beginnen, umso besser. Denn kurz vor dem Stichtag im September könnte es hektisch werden. In der Regel lässt sich ein Upgrade auf das neue EMV 3-D Secure als Plug-in schnell und einfach in den eigenen Shop integrieren. Zudem sollte geprüft werden, welche Ausnahmeregelungen relevant sind, damit diese ebenfalls rechtzeitig implementiert und im laufenden Betrieb getestet werden können. Ansonsten droht die Gefahr, dass nach dem Stichtag unnötig viele Kartenzahlungen abgebrochen werden.

Kontakt

Mastercard
Unterschweinstiege 2-14
60549 Frankfurt am Main
Web: http://www.mastercard.de/

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