Omni Channel Retail

Das Beste aus mehreren Welten

Von Gregor Lule · 2020

Der Trend zum Shopping im Netz ist keine Einbahnstraße. Damit Händler potenzielle Kunden zum richtigen Zeitpunkt der Kaufphase überzeugen, müssen sie sämtliche Vertriebskanäle zu einem Ganzen verschmelzen. Nur so lässt sich ein nahtloses Einkaufserlebnis realisieren.

Online-Shopping mit dem Smartphone
Konsumrausch auf allen Kanälen. Foto: iStock / ipopba

Online-Shopping boomt und ist für viele Konsumenten mittlerweile so alltäglich wie der Gang in das Geschäft. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Branchenverbandes Bitkom. Danach shoppen insgesamt 94 Prozent aller Internetnutzer ab 16 Jahren im Netz. Das entspricht immerhin 55 Millionen Bundesbürgern. Jeder dritte davon (34 Prozent) tut dies mindestens einmal in der Woche. Und: Mehr als jeder zweite Online-Shopper (52 Prozent) kauft mit seinem Smartphone ein. Es zeigt sich also: Für sämtliche Händler – online wie offline – ist es ein Muss, sich mit den Trends der Digitalisierung zu beschäftigen.

Omni Channel Retail: Auf allen Kanälen kommunizieren

Gerade etablierte Fachhändler mit starkem Filialnetz stehen jetzt vor der Herausforderung, das stationäre Geschäft trotz sinkender Besucherzahlen während der Corona-Krise aufrechtzuerhalten und gleichzeitig dem wachsenden Online-Wettbewerb zu begegnen. Laut dem Global Retail Report des Zahlungsdienstleister Adyen wirkt Corona dabei als Katalysator beim Zusammenwachsen von On- und Offline. Einzelhändler, die On- und Offline-Strategien miteinander vernetzten, also ein Omnichannel-Konzept entwickeln, kommen deutlich besser durch die Pandemie, meinen die Autoren des Reports. Derzeit begünstige die Pandemie zwar den Online-Handel – rund 25 Prozent der Deutschen kaufen derzeit mehr online als noch vor der Corona-Krise – doch will eine Mehrheit (55 Prozent) der Verbraucher danach wieder mehr den stationären Handel aufsuchen. Die Zukunft gehört also Konzepten, die den stationären Handel mit Online-Shops und Smartphone-Apps verknüpfen. 

Augmented Reality: Neuer Trend

Als neue Möglichkeit, die Kanäle zu verzahnen, gilt Augmented Reality (AR). Dabei können zum Beispiel Kunden in Geschäften über elektronische Geräte Zusatzinformationen zu den Produkten zur Verfügung gestellt werden. Die Technologie entwickelt sich schnell weiter. So ist es heut bereits möglich, per Smartphone über ein neues Anzeigenformat einer Social-Media-App die eigenen Füße zu filmen. Dank dieser Funktion lassen sich virtuell Turnschuhe anprobieren, in unterschiedlichen Blickwinkeln begutachten, fotografieren und mit wenigen Klicks gleich an Bekannte senden. Die AR-Technologie kann auch den Kauf von Einrichtungsgegenständen im Netz ankurbeln. Wenn Konsumenten per App eine Couch-Garnitur in das eigene Zuhause projizieren, ist es nach Angaben eines auf Einrichtungen spezialisierten Online-Portals elfmal wahrscheinlicher, dass die Nutzer dann auch andere Dinge aus dem Online-Sortiment kaufen.

Quellen:
Salesforce: "Thalia: ein Beispiel für erfolgreiches Omnichannel-Marketing über alle Kanäle"
Bitkom: "E-Commerce und stationärer Handel: So digital shoppen die Deutschen"

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